Terebinthe (אֵלָה)
Pistacia spec.
Die Suche nach der Terebinthe: Wohin geht die Reise?
Was ist charakteristisch für die Terebinthe?
Wann begegnet uns Shechem (Sichem) in der Bibel? Im Glauben an Gottes Verheissung verlässt Abram sein Vaterland und durchzieht das Land Kanaan bis zum Ort Sichem, bis zur Terebinthe Mores. Dort spricht der HERR zu ihm: deiner Nachkommenschaft will ich dieses Land geben, danach baut Abram dem HERRN einen Altar 1, Jakob kauft in Sichem ein Stück Feld und richtet dort einen Altar auf 2, auf Gottes Befehl hin ordnet Jakob an, dass seine Familie ihre fremden Götzen unter der Terebinthe vergraben sollen, die in Sichem ist 3, Jakob schickt seinen Sohn Joseph zu seinen Brüdern, die bei Sichem weiden4, (das Volk Israel gelangt nach Ägypten); nach der Überquerung des Jordan soll das Volk Israel im verheissenen Land auf dem Berg Ebal einen Altar aus unbehauenen Steinen bauen, auf die gekälkten Steine sollen sie alle Worte des Gesetzes schreiben. Darauf sollen sie opfern und sich freuen vor dem HERRN.
Sechs erwählte Stämme sollen auf dem Berg Garizim stehen und das Amen zu den Segnungen sprechen, während die übrigen Stämme auf dem Berg Ebal stehen sollen, um das Amen zu den Fluchworten zu sprechen5, (…)
Die Terebinthe und die Bibel
Die wichtigste Entscheidung im Leben
Josua baute auf dem Berg Ebal einen Altar. Der Berg Ebal steht für Fluch. Für den Altar gab es eine konkrete Anweisung! Die Steine mussten unbehauen sein. Warum hatte Gott angeordnet, dass die Menschen die Altarsteine nicht bearbeiten sollten?
Die verlorenen Menschen können sich nicht selber, durch eigene Anstrengungen vom Fluch loskaufen. Deswegen steht der Brandopferaltar auf dem Berg Ebal. Um vom Fluch losgekauft werden zu können braucht es ein stellvertretendes Opfer.
Gott, der HERR hatte schon Mose geboten, dem Volk Segen und Fluch vorzulegen. Der Fluch sollte dann über das Volk kommen, wenn es einen anderen Gottesdienst wählen würde als den, den Gott genau vorgeschrieben hatte; wenn es anderen Göttern nachfolgen würde, wenn es verführt würde durch götzendienerische Praktiken der Heiden. Segen lag dagegen darauf, den Gottesdienst mit den vorgeschriebenen Opfern so zu praktizieren, wie es der HERR geboten hatte. Es braucht das stellvertretende Opfer und die Vorschriften beim Gottesdienst, weil diese auf das Erlösungswerk Christi hindeuten. Das Brandopfer auf dem Berg Ebal ist eine Vorschattung auf das vollkommene Opfer Jesu, das Gott für uns geopfert hat für unsere Sünden.
Warum wurden die Worte des Gesetzes auf die Steine geschrieben? Das Gesetz auf den Steinen vom Opferaltar auf dem Berg Ebal zeigt uns, dass die Menschen die Gnade Gottes brauchen, um gerecht vor Gott zu stehen! Die Gerechtigkeit Gottes kommt nicht durch das Gesetz! Wenn das so wäre, dann wäre Christus umsonst gestorben. Christus hat uns aber losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist. Auf dem Berg in Jerusalem an der Schädelstätte (Golgatha) ist dieses Opfer ein für alle Mal vollbracht! Jesus Christus ist dort für die Sünden der Menschen gestorben.
Was hatten eigentlich früher Abram, Jakob und Josef in Sichem gemacht? Inwiefern sprach Mose von dem Tal Sichem und den beiden Bergen?
Im Glauben an Gottes Verheißung verlässt Abram sein Vaterland und durchzieht das Land Kanaan bis zum Ort Sichem, bis zur Terebinthe Mores. Dort spricht der HERR zu ihm: deiner Nachkommenschaft will ich dieses Land geben, danach baut Abram dem HERRN einen Altar 1
Jakob kauft in Sichem ein Stück Feld und richtet dort einen Altar auf 2, auf Gottes Befehl hin ordnet Jakob an, dass seine Familie ihre fremden Götzen unter der Terebinthe vergraben sollen, die in Sichem ist 3
Jakob schickt seinen Sohn Joseph zu seinen Brüdern, die bei Sichem weiden4
(das Volk Israel gelangt nach Ägypten);
nach der Überquerung des Jordan soll das Volk Israel im verheissenen Land auf dem Berg Ebal einen Altar aus unbehauenen Steinen bauen, auf die gekälkten Steine sollen sie alle Worte des Gesetzes schreiben. Zitat: 5 Mo 27,4 Darauf sollen sie dem HERRN opfern und sich freuen vor dem HERRN. Sechs erwählte Stämme sollen auf dem Berg Garizim stehen und das Amen zu den Segnungen sprechen, während die übrigen Stämme auf dem Berg Ebal stehen sollen, um das Amen zu den Fluchworten zu sprechen5, (…)
Abram und Jakob hatten in Sichem Offenbarungen Gottes bekommen und bauten einen Altar. Jakob ließ daraufhin unter der Terebinthe die Götzen aus seinem Haus vergraben. Josef ging nach Sichem, um seine Brüder zu suchen, wie es sein Vater ihm aufgetragen hatte. Der Herr führte es so, dass dem Josef ein Mann in Sichem sagte, wo seine Brüder weideten. Josef entschied sich, den Brüdern nachzugehen, obwohl sie ihm nicht wohlgesonnen waren. Alle drei Männer hatten in Sichem Offenbarungen bzw. Führung von Gott erhalten und wichtige Entscheidungen getroffen, Mose dem HERRN, sich freuen vor dem HERRN, Entscheidung
Das Tal bei Sichem war also ein Ort der Gottesbegegnung bzw. der Führung Gottes und der Entscheidung.
In diesem natürlichen Amphietheater zwischen den beiden Bergen stellte auch Josua die 12 Stämme vor die Entscheidung: im Hören auf Gottes Wort den Segen, im Verwerfen von Gottes Wort den Fluch.
Warum stand die Bundeslade im Tal bei Sichem? Die Bundeslade repräsentiert Gottes Gegenwart. Wenn Josua dem Volk Segen und Fluch vorlegt, dann ist Gott da und stellt sich zu diesen Worten. Das Volk wird in der Gegenwart Gottes vor die Entscheidung gestellt: wird es die Worte bewahren oder mit den Füßen zertreten und damit Segen oder Fluch erben? Aber nicht nur damals, auch heute fordert Gott jeden Menschen zu einer Entscheidung auf: bin ich zur Umkehr und Bekehrung zu ihm bereit oder nicht? Die Sühnung der Sünden ist möglich durch Jesu Tod und Auferstehung. Das symbolisiert der Sühnedeckel der Bundeslade. Woher wissen wir das? – Durch Gottes Offenbarung in seinem Wort, der Bibel. Gott hat sein Wort durch die vielen Prophezeihungen bestätigt. Die Auferstehung Jesu gehört zu den historischen Ereignissen, die am Besten dokumentiert sind. Aber auch die Tatsache, dass Menschen nachhaltig verändern werden durch Gottes Wort und seinen Heiligen Geist, bestätigt die Autorität der Bibel. Gottes Wort, die Bibel ist absolut verlässlich! Gottesbegegnung ist auch heute möglich. – Durch Gottes Wort und durch den Heiligen Geist, der dieses Wort in uns aufleuchten lässt, erhalten wir Führung direkt von Gott. Auch wir standen oder stehen jetzt vor der Entscheidung: Kehre ich mich ab von meinem alten Leben und kehre um zum lebendigen Gott? Erkenne ich an, dass Jesus Christus die Sühnung für meine Sünden vollbracht hat? dass mein altes Leben, mein alter Mensch mit Christus gestorben und begraben sind? Ist mir bewusst, dass ich neues Leben in Christus bekomme, wenn ich mich ihm ganz anvertraue? Dass ich dann mit Christus in der Auferstehung verbunden bin, in seinem wunderbaren Licht – und das jetzt schon auf dieser Erde?
Für was steht der Berg Gerisim? – Für Segen!
Ein Leben im Segen Gottes ist möglich, wie es die fruchttragenden Bäume und Quellen auf den Hängen vom Berg Gerisim illustrieren. Ganz im Gegensatz zu dem kahlen, dornigen Berg Ebal. Gott selbst ist es, der durch seinen Geist diese Frucht wirkt. Wir dürfen Terebinthen der Gerechtigkeit sein, weil Gott selbst uns durch Jesus Christus gerecht gemacht hat und als Pflanzung des Herrn wachsen lässt (nach Jes 61). Als Kinder Gottes haben wir den Auftrag, den Segen weiterzugeben, die Frohe Botschaft, das Evangelium weiterzutragen: So schreibt Petrus im ersten Brief: Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht (1Pet 2,9).
Auch zur Zeit Jesu war das Tal von Sichem ein Ort der Gottesbegegnung und der Entscheidung.
Welches bemerkenswerte Ereignis fand zur Zeit Jesu im Tal von Sichem statt? Etwa 1400 Jahre waren seither vergangen. Der Name der Stadt war nun Sychar. Sychar lag in Samarien, im Gebiet der Samariter also. Die Samariter sind ein Mischvolk. Israeliten aus dem Nordreich waren entgegen der Weisung Gottes bei der Wegführung nach Assyrien (etwa 750 v.Chr.) im Land geblieben. Dort hatten sie sich mit Heiden vermischt. Das hatte Folgen, nämlich dass sie auch heidnische Götzen verehrten. Außerdem erkannten sie nur die 5 Bücher Mose in einer eigenwilligen Fassung an und verehrten den Berg Gerisim als Heiligtum. Eine Samaritanerin hatte dort am Brunnen in Sychar (Sichem) eine besondere Begegnung. Der Herr Jesus machte auf einer Wanderung dort am Brunnen Jakobs Rast. Er sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer irgend aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt (nach Joh 4, 13-14). Der Herr Jesus erzählt der Frau Dinge aus ihrem Leben, er überführt die Frau dort am Brunnen von ihrer Schuld. Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, und ihr sagt, dass in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse. Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an und wisst nicht, was; wir beten an und wissen, was; denn das Heil ist aus den Juden. Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten (Joh 4, 19-24).
Die Samariterin will mit dem Herrn Jesus darüber diskutieren, welcher Berg nun der wahre Anbetungsort ist. Der Herr macht ihr klar: Gott will keinen Gottesdienst, den sich die Menschen ausdenken. Das Heil kommt aus den Juden. Gott hat sich ein irdisches Volk ausgesondert für einen speziellen Dienst: ein Sprachrohr Gottes zu sein. Gott erweckte sich Propheten aus dem Volk Israel, diesem Volk wurden die Heiligen Schriften anvertraut und aus diesem Volk sollte der Messias hervorgehen: Er selbst. Die Stunde ist jetzt da, durch ihn selbst, dass die wahren Anbeter Gott, den Vater in Geist und Wahrheit anbeten. In Wahrheit: ohne Heuchelei und eigenwilligen Gottesdienst. Im Geist: in dem Wissen, dass Gott ewig, allwissend, allmächtig und nicht auf irgendeinen Ort begrenzt ist. Er ist der ewig Seiende, der ich bin. Beim Glauben an den lebendigen Gott durch den Herrn Jesus Christus geht es nicht um Religion, sondern um eine Beziehung zu ihm.
Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus genannt wird; wenn er kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet. (…) Die Frau nun ließ ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?
Mit dieser Antwort offenbart der Herr Jesus der Frau, dass er selbst der ich bin ist. Der ich bin ist die Übersetzung des hebräischen Gottesnamens: Jahwe. Der Herr Jesus offenbart der Samariterin damit, dass er selbst der Messias ist, auf den sie wartet, der ich bin des Alten Bundes. Als veränderter Mensch ging die Samariterin weg in die Stadt, um von ihrer Begegnung zu erzählen. Sie ließ ihren Wasserkrug stehen. Vieles spricht dafür, dass diese Begegnung, diese Prüfung für sie zum Segen und nicht zum Fluch geworden ist.